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Oktober 2007 - 5ter Welttag gegen die Todesstrafe

2007

Pressemitteilung

5ter Welttag gegen die Todesstrafe - 10.Oktober 2007
Nein zur Todesstrafe : die Welt entscheidet

Der internationale Tag gegen die Todesstrafe, wurde im Mai 2002 in Rom aufgrund einer Initiative der „worldcoalition against death penalty“ festgelegt. Diese Organisation regruppiert Nicht-Regierungsorganisationen, wie die ACAT (Action des chrétiens pour l’abolition de la torture), Juristenvereinigungen, Syndikate, lokale Kollektive und Organisationen, die sich um die Abschaffung der Todesstrafe bemühen.
Eine Justiz, die tötet, darf nicht einfach hingenommen werden.

Denn die Todesstrafe ist eine grausame, unmenschliche und erniedrigende Strafe

• Das Recht auf Leben ist unveräußerlich und keine Autorität darf über Leben und Tod eines Menschen entscheiden.
• Die Hinrichtung ist, wie die Folter, eine unermessliche körperliche und seelische Aggression. Der körperliche Schmerz, den ein Mensch bei seiner Hinrichtung erleidet, lässt sich nicht quantifizieren.
• Die Justiz ist gegen einen Justizirrtum nie gefeit. Die Todesstrafe aber ist nicht rückgängig zu machen und sie kann gegen Unschuldige verhängt werden.
• Die Todesstrafe wirkt sich auf die Kriminalitätsrate nicht stärker aus als jede andere Strafe.
• Die Todesstrafe ist ein Racheakt, der staatliche Gewalt grundsätzlich rechtfertigt.
• Die Todesstrafe ist diskriminierend. Sie wird unverhältnismässig oft gegen Arme, geistig Behinderte oder Angehörige von ethnischen oder religiösen Minderheiten verhängt.
• Mit dem Rückgriff auf die Todesstrafe wird der Eindruck erweckt, ein Mensch könne völlig wertlos und nicht mehr resozialisierbar sein, und Töten sei unter bestimmten Umständen zulässig. Eine Regierung ist es sich schuldig, das menschliche Leben zu schützen und nicht zu zerstören.
• In den allermeisten Fällen wird das Todesurteil im Anschluss an einen unfairen Prozess gefällt. Häufig wird die Todesstrafe aufgrund von „Geständnissen“ verhängt, die unter Folter erpresst worden sind.

Auf dem Weg zu einer Welt ohne Todesstrafe

Heute haben 130 Staaten die Todesstrafe de facto oder de jure abgeschafft. Im Jahr 2006 wurden noch in 25 Staaten Hinrichtungen vollzogen. Einige wenige Länder sind für 91 Prozent der publik gewordenen Hinrichtungen verantwortlich : China, Iran, Irak, Pakistan, Sudan und USA. Heute ist die Weltgemeinschaft dabei, die Todesstrafe abzuschaffen. Deshalb begrüssen wir die Initiative des Europäischen Parlaments vom 1. Februar 2007, mit der sie zu einem bedingungslosen weltweiten Moratorium für die Vollstreckung der Todesstrafe aufruft.

Für eine Abstimmung der höchsten politischen Instanz der Vereinten Nationen

Im Oktober 2007 wird nun auch die 62. Generalversammlung der Vereinten Nationen über eine Resolution beraten, worin zu einem weltweiten Moratorium für Hinrichtungen aufgerufen wird. Die Generalversammlung umfasst 192 Mitgliedstaaten, darunter auch Luxemburg, und ist das zentrale beratende Gremium der Vereinten Nationen. Eine Resolution, die zur Aussetzung aller Hinrichtungen in der Welt aufruft, hätte beträchtliches moralisches Gewicht und wäre eine wichtige Etappe auf dem Weg zur weltweiten Abschaffung der Todesstrafe.

Die Mitglieder der ACAT richten sich an den Abgesandten der luxemburgischen Regierung, Herrn Außenminister Jean Asselborn, und fordern ihn auf, in der 62sten Sitzung der Generalversammlung der UNO die Resolution zu einem weltweiten Moratorium für die Todesstrafe zu unterstützen und damit seine kategorische Opposition zur Todesstrafe zu bezeugen.

Diese Aufruf ist erhältlich auf die Seite : Appel des Monats.

Sieh auch die Seite FIACAT und World Coalition

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