Karfreitag

2006

Vorschlag der ACAT für eine Aktualisierung der Leidensgeschichte Jesu

„Mein Gott , mein Gott, warum hast du mich verlassen ?“

Leidensweg Gottes, Leidensweg der Menschen,
Weg der Menschen, Weg Gottes.
Der Kreuzweg Jesu hinauf nach Golgotha ist grauenvoll,
grauenvoll ist auch vieles, was heute in der Welt gelebt wird.
Das Kreuz zerreißt immer noch die Frauen und Männer, die den Mut haben,
ihre Forderungen nach Gerechtigkeit bis zum Ende zu leben.

Diktatoren und Folterknechte
À kreuzigen jeden Tag
den Menschen, das Abbild Gottes,
indem sie Menschen zum Galgen führen,
die ihre Unschuld herausschreien,
die das ertragene Unrecht ihres Volkes, die das eigene erfahrene Unrecht herausschreien.

Jeden Tag, lassen wir Gott kreuzigen
durch unser Abdanken,
durch unsere fliehenden Blicke,
durch das Ablehnen unserer Verantwortung.

„Mein Gott , mein Gott, warum hast du mich verlassen ?“
Das ist auch der Schrei der Schrei der Gefolterten in tunesischen Gefängnissen :

Am 29. April 2005 wurde Mohammed Abbou, bekannter tunesischer Rechtsanwalt und Verteidiger der Menschenrechte zu 3 1/2 Jahren Gefängnis wegen „Störung der öffentlichen Ordnung“ und „ Beleidigung der Gerichtsbarkeit“ verurteilt. Er hatte Artikel, in denen er die Regierung kritisierte und die in tunesischen Gefängnissen zu erleidende Folter mit der von amerikanischen Soldaten an irakischen Gefangenen in Abou Ghraib durchgeführten Folter, verglich, auf Internetseiten veröffentlicht : ein doppeltes Verbrechen aus Sicht der tunesischen Autoritäten. Die Anwendung von Folter und menschenunwürdiger Behandlung in tunesischen Gefängnissen betrifft in erster Linie politische Häftlinge.
Appel des Monats - April 2006

Wir möchten Ihnen vorschlagen, folgende Fürbitten in Ihre Karfreitagsliturgie einzufügen :

Herrgott höre den Schrei all der Menschen, die sich von dir verlassen fühlen :

1. Wir bitten dich insbesondere für Mohammed Abbou und die politischen Gefangenen in Tunesien.
Unterstütze sie in ihrem Glauben, und schenke unseren Aktionen für sie die nötige Stärke um ihre Freilassung zu erreichen.

2. .Wir bitten dich, höre den Schrei aller Opfer von Willkür und Gewalt.
Lass uns nicht tatenlos zusehen sondern gib uns den Mut , uns für sie einzusetzen

3. Wir bitten dich für die Machthaber dieser Welt, dass sie ihr Amt mit Gerechtigkeit und Würde ausüben.
Gib ihnen die Kraft und den Willen auf Machtmissbrauch und Gewalt zu verzichten

Meditation

Die Nacht wird nicht ewig dauern
Es wird nicht finster bleiben
Die Tage, von denen wir sagen,
Sie gefallen uns nicht,
Werden nicht die letzten Tage sein.
Wir schauen durch sie hindurch
Vorwärts auf ein Licht,
Zu dem wir jetzt schon gehören
Und das uns nicht los lassen wird.
Das ist unser Bekenntnis.
Helmut Gollwitzer

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