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Appell des Monats - Juni 08 -
Kolumbien

juin 2008

Morde an Gewerkschaftern

Über 2000 kolumbianische Gewerkschafter wurden zwischen Januar 1991 und Dezember 2006 ermordet. Etwa 138 weitere wurden verschleppt. Hinzu kamen unzählige Morddrohungen und sonstige Einschüchterungen, denen sie ständig ausgesetzt sind. Die Sicherheitskräfte und die von der Armee unterstützten paramilitärischen Gruppierungen sind die Urheber der meisten dieser Angriffe, wenn auch die Guerilla-Gruppen ebenfalls beteiligt sind.

In den meisten Fällen werden die Schuldigen nie verfolgt und und man schätzt die Straflosigkeit bei Verbrechen an Gewerkschaftern auf über 90 %. Eine solche Untätigkeit vonseiten des kolumbianischen Staates und der Justiz begünstigt das Klima von Gewalt und Unsicherheit.

Seit Anfang dieses Jahres sind nicht weniger als 22 Morde an Gewerkschaftern zu verzeichnen, was auf einen leichten Anstieg im Verhältnis zum Jahr 2007 hindeutet, und das trotz der Maßnahmen, die von mehreren Regierungen tatsächlich ergriffen wurden, um zu versuchen, die Situation unter Kontrolle zu bekommen.

Zuletzt wurde Jesús Heberto Caballero Ariza ermordet, ein Mitglied der Gewerkschaft für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, SINDESENA, der zunächst entführt und am 17. April 2008 tot aufgefunden wurde. In den Monaten vor seiner Entführung hatte er Morddrohungen erhalten. Seine Leiche wies Spuren von Folter auf.

Die Drohungen und Angriffe gegen Gewerkschafter fallen sehr häufig in Zeiten von Arbeitskämpfen. Auch um den 1. Mai - internationaler Tag der Arbeit und traditionsgemäß ein Aktionstag der Gewerkschaftsbewegung - besteht tendenziell verstärkte Gefahr. So haben auch dieses Jahr, am 22. und 23. April, wieder Dutzende von Gewerkschaftern Morddrohungen erhalten, die die Handschrift von zwei paramilitärischen Gruppen trugen.

Übersetzung des Briefes

Sehr geehrter Herr Präsident,

gestatten Sie mir, meiner tiefen Besorgnis Ausdruck zu verleihen über die alarmierende Zahl von Morden an Gewerkschaftern in Kolumbien und die Straflosigkeit, die die für diese Verbrechen Verantwortlichen weiterhin genießen.

Nach Informationen, die ich von der Menschenrechtsorganisation ACAT Luxemburg (Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter) erhalten habe, sind seit Anfang dieses Jahres 22 kolumbianische Gewerkschafter ermordet worden. Das letzte Opfer war

Jesús Heberto Caballero Ariza,

ein Mitglied des Gewerkschaftsverbandes SINDESENA, im Departement Atlántico. Er hatte Morddrohungen erhalten, und nach seiner Entführung war er am 17. April tot aufgefunden worden - sein Körper wies Spuren von Folter auf.

Am 22. und 23. April erhielten zahlreiche weitere Gewerkschafter Morddrohungen vonseiten zweier paramilitärischer Gruppierungen, die sich als Nueva Generación de Águilas Negras de Santander und Águilas Negras al Rearme bezeichnen.

Aufgrund dieser Sachverhalte fordere ich die kolumbianischen Staatsorgane auf, sofort entscheidende Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit aller bedrohten Gewerkschafter zu garantieren und um der Straflosigkeit ein Ende zu setzen, die die Urheber der Übergriffe und Drohungen gegen Gewerkschafter schützt und es möglich macht, dass die Morde und Überfälle auf diese für die Zivilgesellschaft unverzichtbaren Akteure weitergehen.

Ich danke Ihnen im Voraus dafür, dass Sie meinem Aufruf Rechnung tragen.

Mit vorzüglicher Hochachtung.

P.-S.

Wir schreiben an Álvaro Uribe Vélez, Präsident

Fax : 00 57 1 337 5890

Namen und Anschrift sowie Datum einsetzen und die Unterschrift nicht vergessen.

Mit 0,90 € frankieren

Schreiben vor dem 15. Juli 2008

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