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Appell des Monats - Januar 2009

2009

ÄGYPTEN

Eine tödliche Grenze

Am 22. Juli 2007 gegen Mitternacht hielt die 28jährige und im 7. Monat schwangere Hajja Abbas Haroun ihr kleines zweijähriges sudanesisches Mädchen, Samar Saddik Abkar, in ihren Armen. Die Eltern des Mädchens, beide aus der vom Krieg verwüsteten Region Darfour, versuchten zusammen mit anderen Personen über die ägyptische Grenze nach Israel zu gelangen. Sie wollten gerade auf den Grenzzaun zulaufen, als das kleine Mädchen zu weinen begann. Dadurch wurden die ägyptischen Grenzsoldaten auf sie aufmerksam und schossen. Die junge Frau wurde am Kopf getroffen und starb sofort. Andere Mitglieder der Gruppe wurden verwundet und wiederum andere festgenommen. Die kleine Samar verbrachte mehrere Tage auf der Polizeistation und wurde dann in ein Krankenhaus nach Rafah gebracht, wo ihr Onkel sie schließlich zusammen mit dem Leichnam ihrer Mutter abholte.

Soweit wir informiert sind, hat es keine offizielle Untersuchung über den Tod dieser Frau gegeben. Samars Vater wurde von einem ägyptischen Militärgericht zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, weil er „versucht hatte, Ägypten illegal über die Ostgrenze zu verlassen“. Nach seiner Freilassung hat er seine kleine Tochter am 4. August 2008 wiedergefunden.

Unter dem wachsenden Druck seines Nachbarn hat Ägypten seine Kontrollmaßnahmen verstärkt, um dem Strom der Menschen Einhalt zu gebieten, die die Grenze illegal überqueren. Im Jahre 2008 wurden mindestens 28 Eritreer, Sudanesen und Angehörige anderer afrikanischer Länder südlich der Sahara von den ägyptischen Sicherheitskräften umgebracht, als sie versuchten, nach Israel einzudringen. Mehr als 1300 Zivilpersonen sind von ägyptischen Militärgerichten wegen dieser Übertretung verurteilt worden.

Im Juni 2008 hat Ägypten 1 200 Eritreer in ihr Land zurückgewiesen, ungeachtet des Prinzips, das den Ländern verbietet, Menschen an einen Ort auszuweisen, wo sie Gefahr laufen, gefoltert zu werden oder wo ihre Grundrechte nicht respektiert werden. Unter den ausgewiesenen Eritreern wurden einige nach mehreren Wochen im Gefängnis entlassen, insbesondere schwangere Frauen oder Frauen mit Kindern. Aber die Mehrheit wurde in Militärlager gebracht, wo sie bis zum heutigen Tage festgehalten werden.

Viele Eritreer sind aus ihrem Land geflüchtet, um einem zeitlich unbegrenztem Militärdienst zu entkommen oder wegen religiöser Verfolgungen gegen Christen (siehe dazu Monatsappell der ACAT Luxemburg vom März 2007). Personen, die versuchen, sich dem obligatorischen Militärdienst in Eritrea zu entziehen, werden gewöhnlich ohne Prozess zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, gefoltert und schlecht behandelt.

Ägypten weigert sich in den meisten Fällen, Personen die um Schutz nachsuchen, Zugang zu den Asylverfahren und zu den Vertretern des Hochkommissariates der UNO für den Flüchtlingsdienst (UNHCR) zu gewähren, was seinen internationalen Verpflichtungen widerspricht.

P.-S.

Brief an Habib Ibrahim El Adly, Innenminister

Namen und Anschrift sowie Datum einsetzen und die Unterschrift nicht vergessen.

Mit 0,90 € frankieren

Schreiben vor dem 15. Februar 2009

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