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Appell des Monats - April 08 - China / Tibet

2008

CHINA / TIBET

Nach Angaben des Tibetischen Zentrums für Menschenrechte und Demokratie ("Tibetan Centre on Human Rights and Democracy" - TCHRD) wurden 15 tibetische Mönche verhaftet, als sie am 10.03.2008 im Stadtteil Barkhor in Lhasa, der Hauptstadt Tibets, eine friedliche Demonstration abhielten. Es handelt sich bei den Verhafteten um :

Samten (17 Jahre alt), Trulku Tenpa Rigsang (26), Lobsang (15), Lobsang Thukjey (19), Lobsher (20), Tsultrim Palden (20), Phurden (22), Thupdon (24), Lobsang Ngodup (29), Lodoe (30) aus dem Kloster Onpo in der Provinz Sichuan, Gelek Pel (32)aus dem Kloster Lungkar in der Provinz Qinghai, Thupwang (30), Pema Garwang (30) aus dem Kloster Darthang, Tsegyam (22) aus dem Kloster Kashi, Soepa (30) aus dem Kloster Mangye.

An welchem Ort die Mönche festgehalten werden, ist nicht bekannt. Auch liegen keine Informationen darüber vor, ob Anklage gegen sie erhoben wurde. Sie befinden sich in großer Gefahr, gefoltert oder in anderer Weise misshandelt zu werden.

Am 10 März formierten Hunderte von Mönchen einen friedlichen Demonstrationszug in Richtung Lhasa, der Hauptstadt Tibets, zum Gedenken an die Unterdrückung von 1959, die den Dalai Lama damals zur Verbannung zwang. Die Mönche hatten die Regierung aufgefordert, ihre Kampagne zur "patriotischen Umerziehung" zu lockern, weil sie dadurch gezwungen werden, sich vom Dalai Lama abzuwenden.
Die Verhaftungen von etwa 50 Mönchen, zu denen auch die 15 nun inhaftierten Mönche gehörten, lösten in anderen Klöstern Proteste für die Festgenommenen aus. Schließlich folgten Demonstrationen bald in anderen Teilen Tibets und in den angrenzenden Provinzen Qinghai, Gansu und Sichuan, in denen ein hoher Prozentsatz von Tibetern lebt.
Polizei und Soldaten benutzten Tränengas um die Mengen zu verstreuen, Manifestanten wurden geschlagen, Schüsse wurde abgegeben. Am 14 März wurden die Proteste gewalttätig, einige Protestierende griffen Menschen anderer ethnischer Herkunft an und setzten chinesische Geschäfte in Brand.
Berichten zufolge durchsuchen Polizei und Soldaten in Lhasa ein Haus nach dem anderen. Augenzeugen gaben an, dass dabei einzelne Menschen aus ihren Häusern gezerrt worden sind.

Die chinesischen Behörden haben eine fast lückenlose Nachrichtensperre über Tibet und die angrenzenden Regionen verhängt. Seit dem 12. März erhalten Journalistinnen und Journalisten keine Einreisegenehmigungen mehr nach Tibet. Ausländischen Journalisten wurde die Einreise in Bezirke der Provinzen Gansu, Sichuan und Qinghai, wohin sich die Unruhen ausgebreitet hatten, verwehrt oder sie wurden aus den Bezirken ausgewiesen. Es muss bezweifelt werden, dass die inzwischen von der chinesischen Regierung ausgewählten ausländischen Journalisten frei über die Proteste und die Reaktionen chinesischer Sicherheitskräfte berichten können, zumal der Besuch nur auf Lhasa begrenzt sein wird.

P.-S.

Wir schreiben an :

WEN Jiabao Zongli, Ministerpräsident.

Fax : 86 10 6596 1109.

Kopie des Briefes an :

Ambassade de la République populaire de Chine
2, rue A.-F. van der Meulen
L-2152 LUXEMBOURG
Fax : 42 24 23.

Namen und Anschrift sowie Datum einsetzen und die Unterschrift nicht vergessen.

Mit 0,90 € frankieren.

Schreiben vor dem 15. Mai 2008.

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