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Appel des Monats - Oktober 2007

octobre 2007

Allgemeine Aktion

Moratorium für die Todesstrafe

5ter Welttag gegen die Todesstrafe - 10.Oktober 2007

Nein zur Todesstrafe : die Welt entscheidet

Zwei Drittel aller Staaten haben bis jetzt die Todesstrafe abgeschafft oder deren Vollzug ausgesetzt. Die Zahl der Hinrichtungen nimmt Jahr für Jahr ab. In einem Drittel der Länder dieser Erde aber wird, auch 2007, die Todesstrafe weiterhin praktiziert. Diese Justiz, die tötet, darf nicht einfach hingenommen werden. Heute wollen die Staaten der Todesstrafe ein Ende setzen und rufen deshalb zu einem weltweiten Moratorium für Hinrichtungen auf.

Überall sollen Bürgerinnen und Bürger und Regierungen mit der Unterstützung dieser Initiative der Todesstrafe ein klares Nein entgegensetzen.

Die Todesstrafe : eine grausame, unmenschliche und erniedrigende Strafe

• Das Recht auf Leben ist unveräußerlich und keine Autorität darf über Leben und Tod eines Menschen entscheiden.
• Die Hinrichtung ist, wie die Folter, eine unermessliche körperliche und seelische Aggression. Der körperliche Schmerz, den ein Mensch bei seiner Hinrichtung erleidet, lässt sich nicht quantifizieren.
• Die Justiz ist gegen einen Justizirrtum nie gefeit. Die Todesstrafe aber ist nicht rückgängig zu machen und sie kann gegen Unschuldige verhängt werden.
• Die Todesstrafe wirkt sich auf die Kriminalitätsrate nicht stärker aus als jede andere Strafe.
• Die Todesstrafe ist ein Racheakt, der staatliche Gewalt grundsätzlich rechtfertigt.
• Die Todesstrafe ist diskriminierend. Sie wird unverhältnismäßig oft gegen Arme, geistig Behinderte oder Angehörige von ethnischen oder religiösen Minderheiten verhängt.
• Mit dem Rückgriff auf die Todesstrafe wird der Eindruck erweckt, ein Mensch könne völlig wertlos und nicht mehr resozialisierbar sein, und Töten sei unter bestimmten Umständen zulässig. Eine Regierung ist es sich schuldig, das menschliche Leben zu schützen und nicht zu zerstören.
• In den allermeisten Fällen wird das Todesurteil im Anschluss an einen unfairen Prozess gefällt. Häufig wird die Todesstrafe aufgrund von „Geständnissen“ verhängt, die unter Folter erpresst worden sind.
• Das internationale Recht tendiert zur weltweiten Abschaffung der Todesstrafe und ermutigt die Staaten, diesen Schritt zu vollziehen.

Auf dem Weg zu einer Welt ohne Todesstrafe

Heute haben 130 Staaten die Todesstrafe de facto oder de jure abgeschafft. Im Jahr 2006 wurden noch in 25 Staaten Hinrichtungen vollzogen. Einige wenige Länder sind für 91 Prozent der publik gewordenen Hinrichtungen verantwortlich : China, Iran, Irak, Pakistan, Sudan und USA.

Heute ist die Welt auf dem Weg zur Abschaffung der Todesstrafe. Die Vorstellung einer Welt ohne Todesstrafe wird realistisch.

Für eine Abstimmung der höchsten politischen Instanz der UNO

Im Oktober 2007 wird die 62. Generalversammlung der Vereinten Nationen über eine Resolution beraten, worin zu einem weltweiten Moratorium für Hinrichtungen aufgerufen wird. Die Generalversammlung umfasst 192 Mitgliedstaaten und ist das zentrale beratende Gremium der Vereinten Nationen. Eine Resolution, die zur Aussetzung aller Hinrichtungen in der Welt aufruft, hätte beträchtliches moralisches Gewicht und wäre eine wichtige Etappe auf dem Weg zur weltweiten Abschaffung der Todesstrafe.

AKTION

Wir richten uns an den Abgesandten der luxemburgischen Regierung, Herrn Jean Asselborn, Außenminister, und fordern ihn auf, in der 62sten Sitzung der Generalversammlung der UNO die Resolution zu einem weltweiten Moratorium für Todesstrafe zu unterstützen.

P.-S.

Dringend ! Senden Sie bitte beiliegenden Brief, vor Freitag 19. Oktober, an

Monsieur Jean ASSELBORN Ministre des Affaires étrangères L-2911 LUXEMBOURG

Diese Allgemeine Aktion ersetzt den Appell des Monats Oktober 2007

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