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Appel des Monats - Dezember 2007 - China

décembre 2007

Opfer der Olympia-Bauprojekten

„Die Olympischen Spiele haben den einfachen Bürgern einen furchtbaren Schlag versetzt, sie haben unser Leben erschüttert. Das denken wir alle, aber wir dürfen es nicht laut sagen“
Yu, Einwohner des historischen Viertel Qianmen, Peking

Als China den Zuschlag erhielt, die Olympischen Spiele 2008 auszurichten, versprachen die chinesischen Behörden, die Lage der Menschenrechte in der Volksrepublik zu verbessern. Doch einige Monate vor dem Beginn der Spiele wird immer noch über schwere Menschenrechtsverletzungen im ganzen Land berichtet. Opfer dieser Verletzungen sind Menschenrechtsverteidiger, Journalisten, Rechtsanwälte oder einfache Bürger, die versuchen, die Missbräuche zu denunzieren, von denen einige direkt durch die Spiele und der Stadt, die sie empfängt, bedingt sind.

Viele Menschen wurden gezwungen - die meisten unter ihnen ohne rechtliches Verfahren und angemessene Entschädigung - ihre Wohnungen zu räumen, um Platz zu schaffen für große Olympia-Bauprojekte.

Im Dezember 2004 wurde Ye Guozhu zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, weil er „Streit und Unruhe geschürt“ haben soll. Er hatte die Genehmigung für eine Demonstration beantragt, gemeinsam mit anderen wollte er gegen die Zwangs-räumungen protestieren. Ye Guozhu lebte in einer Wohnung in Peking und war Inhaber mit seinem Bruder Ye Guoqiang eines Restaurants. Doch 2004 musste sein Grundstück einem Bauvorhaben weichen. Eine Entschädigung für den Abriss hat Ye Guozhu bis heute nicht erhalten.

Die Haftbedingungen in der Volksrepublik China sind miserabel. Häufig werden die Gefangenen gedemütigt und misshandelt. Auch Ye Guozhu ist in Haft immer wieder schwer gefoltert worden : Im Untersuchungsgefängnis hängten Polizisten ihn an der Decke auf und prügelten ihn. Danach wurde er ins „Chaobai-Gefängnis“ in Peking verlegt, wo sich die Haftbedingungen keineswegs verbesserten. Dort wurde er mit Elektroschlagstöcken gefoltert. Ye Guozhu leidet an starken gesundheitlichen Problemen. Unseren Informationen nach wird ihm die nötige medizinische Versorgung verwehrt.

Auch sein 25 jähriger Sohn Ye Mingjun und sein 47 jähriger Bruder Ye Guoqiang sind verhaftet worden. Seit dem 29. September sitzen sie ohne Kontakt zur Außenwelt im Gefängnis und man befürchtet, dass auch sie misshandelt oder gefoltert werden.

P.-S.

Wir schreiben an
WEN Jiabao Guojia Zongli, Ministerpräsident.

Fax : 00 86 10 6596 1109.

Namen und Anschrift sowie Datum einsetzen und die Unterschrift nicht vergessen.

Mit 0,90 € frankieren.

Schreiben bis 15. Januar 2008.

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